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Bio auf Pornostars

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Übersetzung für "porn star's" im Deutsch

Buch: Mein Sohn, der Pornostar

Er hat es über die Jahre geschafft, seine einfachen Geschichten aus dem englischen Alltag in der Balance zwischen anspruchsvoller Popkultur und emotionaler Komödie anzusiedeln. Dabei nimmt er seine Figuren ernst, sich selbst hingegen nicht. Ironie gedeiht am besten in der Gesellschaft von Selbstironie und so sind seine Geschichten zwar schrullig, aber immer nachvollziehbar. Selten gibt es einen Ausflug in die Welt der Phantastik und da machen die Geschichten in diesem schmalen Erzählungsband eine deutliche Ausnahme. Dass es sich dabei um einen Pornofilm handelt, den die hämische Nachbarin nicht ohne schnippischen Kommentar eingeworfen hat, bringt den Tagesablauf der Familie nur kurzfristig durcheinander. Wie schnell man dann im Gespräch zu nüchternem Pragmatismus zurückkehrt, ist beachtlich. Diese Geschichte ist schon mehrfach erschienen, als Hörbuch und als Theaterstück, und erzählt von einem Bild und einem Disco-Türsteher, der die Nachtarbeit satt hat. Erst wenn man näher herangeht stellt man fest, dass dieses Porträt aus unendlich vielen kleinen Brustwarzen besteht, die die Künstlerin pointilistisch aufgeklebt hat. Deshalb der besondere Schutz. Doch es sind nicht die Mechanismen der Provokation, auf die die Geschichte abzielt, sondern die Frage nach der Rezeption von Kunst ganz allgemein. Denn nach anfänglicher Skepsis findet der Wachmann Gefallen an dem Bild, nicht zuletzt, weil ihm die Künstlerin etwas mehr als sympathisch ist. Dann aber wird ein Anschlag auf das Bild verübt und die Künstlerin freut sich gleichzeitig über das Versagen des Wachmannes. Damit ist ihr nachhaltiger Ruhm garantiert. Mit dieser künstlerischen Kalkulation aber ist sein Wohlwollen für das Bild dahin. Kunst, so Hornby, existiert nie nur für sich. Sie bleibt immer eingebunden in den banalen Lebenskontext des Betrachters. In den Erzählungen geht es weniger um die Entwicklung als vielmehr um ein Zurechtkommen mit dem, was einem so passiert. Es sind kleine verkappten Romane, sondern in ihrer Kürze hinreichend erzählt. Und die Situationen, die Hornby sich ausdenkt sind in jedem Fall besondere. Schade nur, dass sich der Verlag für sein Übergangsbuch bis zum nächsten Roman auf lediglich vier kurze Geschichten beschränkt hat.

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