Nora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf SelbstbefriedigungNora Wolf Selbstbefriedigung

Nora Wolf Selbstbefriedigung

View: 4880

O.J. Simpson frei – trotz Selbstbefriedigung in seiner Zelle

Werde Mitglied der Migros-Magazin-Community!

Neues von uns bei: Werke - Was ist schön? Rezensionen finden im Internet. Oliver Pfohlmanns Kleines Lexikon der Literaturkritik. Daraus lassen sich Schlüsse ziehen, nicht nur über die verschwiegene Sprache des Begehrens in der Götterwelt. Wo die Fähigkeit, Lust zu empfinden, nicht auszeichnet, sondern diskreditiert, erweist sich die vorgeblich leibfreundliche antike Gesellschaft als latent sexualitätsfeindlich. Das hat sich in der Sache nicht wesentlich geändert. Was Hera erzürnt, bleibt als Stereotyp von der triebgesteuerten Natur des Weibes lange Bestandteil des misogynen Diskurses. Erst im postemanzipatorischen ausgehenden Die Rede von der männlich dominierten und für Frauen kaum je befriedigenden Sexualität kulminiert in der Forderung nach dem weiblichen Recht auf Orgasmus. Ungebrochen bleibt das Vertrauen in biologisches Erfahrungswissen. Das Wechselverhältnis von Sujet und Autor zur Prämisse der Lektüre zu machen, ist heikel, zumal wenn Sexualität als Romangegenstand und Sexus des Textproduzenten die thematische Klammer stiften sollen. Die weibliche Selbsterfahrungsliteratur war inhaltlich und stilistisch gekennzeichnet von zwei gegenläufigen Tendenzen: Dennoch sind die Spät- und Langzeitwirkungen der frühen literarischen Frauenbewegung nicht zu unterschätzen. Beide konterkarieren die Erwartung, das Verhältnis eines verheirateten Mannes und seiner sehnsüchtig sich verzehrenden Geliebten gewährleiste eine romanhafte Liebesgeschichte. Hahn überführt die empfindsame Konstellation in die Realität einer sexuellen Folterbeziehung, in der die Frau zur Rächerin ihrer jahrelangen Duldsamkeit wird und ihre Besessenheit vom Körper des Mannes in die Grausamkeit einer erzwungenen geschlechtlichen Intimität verkehrt. Das Lächerlichmachen von Sex und Sexus eines Provinzakademikers und das bemüht ironische Loblied auf weibliche Tugenden wie Pragmatismus und Fürsorge, deren betuliche Harmlosigkeit bedrohliche Wirkungen zeitigt, wenn die Frau sich verschmäht, enttäuscht oder sexuell frustriert fühlt, dieses Spiel mit der Doppelgesichtigkeit der beschaulichen Kleinstadt-Idylle erinnert an die Kriminalromane Ingrid Nolls und propagiert das Frauenideal der schelmisch Spätemanzipierten. Maron erzählt die Ehebruchsgeschichte als Geschichte von den Leiden der Geliebten, die hofft, im privaten Glück jenen Halt zu finden, den der Umsturz der vertrauten Verhältnisse ihr genommen hat. Die Hypochondrien der Selbstbeobachtung entschädigen für die Aufmerksamkeit, die der Geliebte der Frau vorenthält. Erst mit dem Tod des Mannes, an dem die Ich-Erzählerin nicht unschuldig ist, enden die Hoffnung, er möge sich für ein Leben mit ihr entscheiden, und die Angst vor der sich wiederholenden Enttäuschung.

Comment (0)
No comments...
Related post: